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Sigmund FREUDlos?

 

Sigismund Schlomo Freud  

(* 6. Mai 1856 in Freiberg; † 23. September 1939 in London)

 

Als "Gold-Sigi" hielt Sigmund Freud, das, was eine Wahrsagerin seiner Mutter versprach: "Aus ihm wird mal was Großes!" Somit wurden dem "Auserwählten" schon von frühester Kindheit an, familiäre Sonderrechte eingeräumt, damit er bei Zeiten auch in Ruhe Medizin studieren und seine vorhergesagte Karriere starten konnte. Die Sexualität fand schon als kleiner Junge sein Interesse. Seine Kinderfrau, in die er verliebt war, erkor er zu seiner "Lehrerin in sexuellen Dingen".

 

Ausgerechnet Freud!? Es wirkt fast schon tragisch, dass der Prophet der erfüllten Sexualität, über große Strecken in seinem Leben abstinent lebte. Eine Katastrophe für einen Mann, der entdeckt hat, wie wichtig ein "natürliches Sexleben" ist. Mit aller Macht versuchte er seine Libido zu sublimieren und stürzte sich in kreative Arbeit, was ihm dennoch nicht gänzlich half. So hatte er selbst über viele Jahre mit psychischen Problem zu kämpfen: mit Ohnmachten, Phobien, Panikattacken, Todesahnungen und mit Süchten: Kokain und Nikotin.



Freud nutzte über Jahre die therapeutische Wirkung des Kokains, dies ohne eine Toleranzentwicklung. Unter anderem wandte er es zur lokalen Behandlung von Nasennebenhöhlenentzündungen an. Seine Schmerzen, die er aufgrund einer Gaumen- und Oberkieferkrebsdiagnose in den letzten 16 Lebensjahren ertragen musste, was ihn oft dem Wahnsinn nahe brachte, ertrug er mit äußerster Disziplin und Kokain. Mit dem weißen Pulver startete er bereits zu Studienzeiten Selbstversuche. Die Droge öffnete dem jungen schüchternen Wissenschaftler bei Gesellschaften selbstsicher das "Maul", wie er selbst darüber informierte.

 

Bei dem wichtigsten seiner Steckenpferde, der Bedeutung der Sexualität beim Erhalt von Gesundheit, hielt er sich bei den Eigenversuchen eher bedeckt.

 

Durch selbstständiges Erdenken und Erfühlen konnte er der Aussage seines Lehrmeisters Jean-Martin Charcot, dem damaligen Psycho-Party-Guru (* 29. November 1825 in Paris; † 16. August 1893 in Morvan), nur mit Bestätigung aufwarten: "Es ist immer der Sex!" Dieser Satz ging Sigmund Freud durch Mark und Bein. Genau das hatte er schon in jungen Jahren bei Beginn seiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit der Sexualität geahnt. Ob Zwangsvorstellungen, Essstörungen, Tics, hysterische Lähmung, Ohnmacht, Despression, Sucht, … es ist immer der Sex! Ungelebter Sex, Fantasierter Sex, Unterdrückter Sex, Missbrauchter Sex, Ausschweifender Sex, …. Der sexuelle Trieb,  extrem mächtig und gleichzeitig ganz klein, weil überaus verletzlich, entpuppt sich für Freud als Quell, der die gesamte seelische Energie speist.

 

Sein persönliches Liebesleben gestaltete sich eher schwierig. Zu früh (er mit 40 Jahren, seine Frau mit 36 Jahren) verzichte das Ehepaar Freud weitgehend auf Sex, nachdem sie durch das Ausleben ihrer Leidenschaft zueinander sechs Kinder gezeugt hatten, aber auf gar keinen Fall mehr weitere wollten. "Koitus Interruptus" lehnte Freud als "nervlich belastend" ab und schrieb ihm bei zu häufigen "Gebrauch" die Entwicklung einer Angstneurose zu. Andere Verhütungsmittel waren noch nicht als weitgehend sicher ausgereift oder für das Paar nicht geeignet. Somit entschied es sich für die sicherste aller Methode: "Enthaltsamkeit". Dadurch entwickelten beide, psychische, ebenso psychisch bedingte körperliche Beschwerden, was von beiden billigend in Kauf genommen wurde. Sechs Nachkommen waren deutlich genug. Obgleich der Spekulationen über eventuelle "Fehltritte" Freuds, war dieser trotz der ehelichen "Anti-Sex-Bürde" eine treuer und fürsorglicher Ehemann und Vater. Die Freud’sche Ehe hielt über 50 Jahre und war "meist" eine glückliche. Immerhin! Und das obwohl Frau Freud die sexuellen Psychotheorien ihres Mannes als eine "Art Pornographie" empfand. Sie wandte sich als perfekte Familienmanagerin dann doch lieber dem großen Arzthaushalt zu und hielt somit ihrem Mann für seine "obszöne" Tätigkeit den Rücken frei. Was der Wissenschaftler stets anerkannte.

 

Freuds vorwiegend weibliche Patienten waren alle von ihm, dem tief durchdringend Blickenden fasziniert. Doch er behielt die geforderte nötige Distanz, denn er hatte längst die Dynamik von "Übertragung" und "Gegenübertragung" erkannt, und die Gefahr, sich gegenseitig während der Analyse zu verlieben. Er bediente sich lediglich der therapeutisch entstandenen Gefühle, um mit deren Hilfe die Gesundung der "Verwirrten" zu forcieren. Eine Initialzündung in Sachen Psychoanalyse gelang ihm mit der hochgradig hysterischen Patientin Bertha Pappenheim. Diese versetzte er in eine leichte Hypnose. So konnte sie sich wieder an die Erlebnisse aus ihrer Kindheit erinnern und darüber sprechen. Die "Talking Cure" schwächte ihre Symptome ab und ließ sie teilweise sogar ganz auflösen. Die Patientin verglich die "Redekur" mit der Arbeit eines Kaminkehrers.

 

Mit seiner Praxisarbeit und seinen schriftliche Werken versuchte Freud der sexuellen Perversion den Schrecken zu nehmen. Ebenso bei seiner Traumdeutung spielte die Aufarbeitung und Verdrängung der Sexualität immer eine große Rolle. Freuds auch unumstritten dunklen Seiten, verhalfen ihm bei seinen Analysen zu großen Erfolgen. Nur wer alle Abgründe der Menschheit kennt, versteht das "Austicken" seiner Patienten und kann sie so aus einem Irrweg wieder herausgeleiten. Hierfür war er zu Lebzeiten bekannt und ist es als Vorreiter psychologisch wertvoller Theorien immer noch.

 

Askese war sein persönliches "selbst bestimmtes" Schicksal. Er lebte praktisch im Gegensatz zu dem, was er theoretisch seinen Patienten und der Welt vermittelte: "Sexuelle Befreiung verhilft zur Heilung!"

 

Mögliche Nebenwirkungen des langen und regelmäßigen Kokain- und Nikotinmiss- oder -gebrauchs sind Verringerung der sexuellen Appetenz, oft sogar vollständige Impotenz.

 

Wenn Sigmund Freud das Kokain unter anderem nahm, um seine übergroße Lust zu kompensieren und seine mehr als 20 Zigarren täglich rauchte, um durch den ständigen Rauchnebel die sexuelle Schönheit seiner Frau und seiner Patientinnen nicht mehr zu erkennen, dann bleibt die Frage offen: War die strikte phantasielose und zwanghafte Ablehnung des Koitus Interruptus wirklich die richtige Entscheidung?! Hätte er sich bei gelebtem Sex den zerfressenen Oberkiefer "ersparen" können?! Oder musste er diesen beschwerlichen Weg gehen, um seine Thesen zu unterstreichen?!

 

Dass er sich mehr sexuelle Freiheit für alle Menschen wünsche, hat er in seinen letzten Lebenswochen häufig formuliert. Und nicht ohne Melancholie hinzugefügt: "Eine Freiheit, die ich mir selber nur in geringem Maße genommen habe."

 



Bild *Sigmund Freud": © Thanos Stergiou www.facebook.com

 

 

 

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