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Die unabhängige Beraterin vertritt in ihrem beruflichen Handeln keine ideologisch, politisch oder religiös motivierten Interessen, sondern gibt ihre empathisch wahrgenommenen Eindrücke der betreffenden Situation und Person/en weiter.

Hypochondrie: Schräge Anleitung zum Glücklichsein?! 

Hypochonder: Auch nur ein Adrenalinjunkie?!

 

Hypochondrie richtig angewandt, verlängert Leben!

 

 

"Hypochondrie (gr. ὑποχόνδρια: Gegend unter den Rippen) ist zum einen nach dem internationalen Klassifikationssystem ICD-10 eine psychische Störung (somatoforme Störung), bei der die Betroffenen unter ausgeprägten Ängsten leiden, eine ernsthafte Erkrankung zu haben, ohne dass sich dafür ein angemessener, objektiver Befund finden lässt. Zum anderen ist Hypochondrie ein Symptom, das im Rahmen zahlreicher psychischer Störungen auftreten kann."

"Zudem leitet sich das Wort Hypochonder vom Hypochondrium, der beidseits der Magengrube gelegenen Bauchregion unterhalb der Rippenbögen ab."

(Wikipedia)

 
Genau hier finden wir den Solarplexus (Sonnengeflecht), ein autonomes Geflecht sympathischer und parasympathischer Nervenfasern, dem Herd aller Krampfformen, die sich im Bilde der Hypochondrie und "Hysterie" darstellen.


Die parasympathischen Anteile stammen aus dem Nervus vagus. Er ist der größte Nerv des Parasympathikus und an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt, was einiges erklärt in Sachen Hypochondrie. Sein großes Verbreitungsgebiet war auch namensgebend, der Name leitet sich von lat. vagari ("umherschweifen") ab, wörtlich übersetzt heißt er also, "der umherschweifende Nerv". Genauso, wie wir die Symptome bei einem Hypochonder vorfinden.

Es gibt wohl kaum eine Krankheit, die nicht von Hypochondern bemüht wird:

"Wenn ich Magendrücken verspüre, kann das nur durch einen Tumor verursacht sein, jedes Hüsteln muss als Ursache Tuberkulose haben, jedes Ziepen im Alabasterkörper muss sofort ärztlich abgeklärt werden. Leichte Kopfschmerzen basieren bereits auf einem schweren Befund und gehören neurologisch abgeklärt. Der linke kleine Zeh macht mir erheblich zu schaffen, manchmal drückt er so ganz anders, das kann nur dieser Zehenkrebs, der gerade seine Kreise zieht, sein. Auf alle Fälle! Oh Shit, jetzt sticht's mich auch noch in der Herzgegend. Herzinfarkt?! Und das alles bei dem Stress, ich hab überhaupt keine Zeit dafür."

Je schwerer der psychische Stress, der auszuhalten ist, desto mehr treten sämtliche physischen Symptome in den Vordergrund. Wir deuten schnell normale Körperreaktionen falsch.  Maximale Selbstbeobachtung und verstärkte Wahrnehmung von Körpersignalen stellen sich ein. Wir lenken unser Spüren auf Organe. Somit ist der Stress verlagert. Ich bekomme von meinem wirklichen Schmerz nichts mehr mit, zumindest nur noch am Rande. Die manische Aufmerksamkeit gehört nun meinem Körper.

Mag es sich hier um ein geschicktes Ablenkungsmanöver handeln? Ich muss mich nicht mehr mit dem wesentlichen Problem befassen. Ich habe ja jetzt einen anderen Fulltimejob!

 

 

Welche Ursachen und auslösende Faktoren kann Hypochondrie haben? Kann man einen Hypochonder erziehen?


Die Ursachen der Hypochondrie sind vielschichtig und die Disposition dazu durchaus "angeboren" oder zur Kompensierung von frühkindlichen Erlebnisse "angeeignet". Es gibt bereits Kinder, die Ihre Körpersignale verstärkt wahrnehmen. Z. B. ständig Händewaschen, weil sie aus unerklärlichen Gründen keinerlei "Bakterien" an sich spüren wollen, eine enorme Beobachtungsgabe besitzen und somit auch mehr wahrnehmen. Sie fallen auf in ihrer konzentrierten Aufmerksamkeit. In der Pubertät verstärkt sich oder erscheint bereits das Vollbild eines Hypochonders. Was auch hier wieder mit der verstärkten Hormonausschüttung und dem Begreifen zusammenhängt. Hormone sind Mitauslöser der meisten körperlichen und psychischen Veränderungen in uns, dies wird immer noch zu wenig berücksichtigt.

Auslöser können der traumatische Verlust eines geliebten Menschen, übervorsichtige Eltern, schlechte Erfahrungen mit einem Arzt oder eine schwere Krankheit in der Familie sein.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass bei der Entstehung der Hypochondrie sowohl soziale und psychische, aber auch biologische Faktoren eine Rolle spielen. Eine allgemein gültige Erklärung für die Ursache der Hypochondrie besteht aber nach wie vor noch nicht. Was als Zeichen dafür zu werten ist, dass lediglich eine Grundsensibilität sowie Bereitschaft dafür vorhanden sind, welche dann durch Belastung getriggert werden.
 
Wir alle sind umgeben von Krankheiten. Durch das übergroße Medienaufgebot können wir überall von Krankheiten lesen und sie dazu auch noch im Vollbild begutachten. Jeder zweite googelt bereits nach Symptomen. Wer sich mutig unter seine Mitmenschen traut, erkennt, dass viele eine Krankheitsgeschichte zu bieten haben und aber zurechtkommen damit. Jedoch die kränksten aussichtslos verlorensten Fälle bleiben uns im Gedächtnis haften.

Deshalb beschleicht fast jeden irgendwann einmal die Angst vor einer möglichen Krankheit. Hauptsächlich haben wir großen Respekt vor einer Krebserkrankung.

Wird uns ständig suggeriert, was alles ungesund ist und wer wieso und weshalb deshalb krank wird, bleibt es nicht aus, dass manche Menschen eine abstruse Haltung ihrer Gesundheit gegenüber entwickeln. Lebt eine chronisch kranke Person im Haushalt, ist es logisch, dass an sich selbst Symptome schneller wahrgenommen werden. Aufgrund eines Schockerlebnisses durch den Tod eines geliebten Menschen oder durch ein qualvolles Lebensereignis kann eine vermehrte Beobachtung und Wahrnehmung seines Körpers und seiner Signale ausgelöst werden. Unweigerlich kommt es zur gesteigerten Aufmerksamkeit in diese Richtung. Keiner möchte chronisch erkranken! Oder?

Kann trotz Diagnosetechnik keinen sichtbaren Befund in Händen gehalten werden, kann der Patient nur ein psychisch kranker Hypochonder sein. Das Leid wird vehement abgetan und belächelt. Erklärt man aber dem Betroffenen was gerade in seinem Körper vorgeht, findet er leichter einen Weg mit seinen lästigen Erscheinungen anhaltend heilsam umzugehen. Passiert das aber nicht, verstärkt sich das Leiden am Leiden dramatisch.

Im Laufe ihres Studiums erleben Mediziner solche Anflüge von Hypochondrie selbst. Die angehenden Ärzte glauben immer gerade die Krankheit zu haben, die kurz zuvor in der Vorlesung oder dem Seminar besprochen wurde. Im Allgemeinen legen sich Ihre Ängste wieder. Trotzdem finden wir auch unter den Medizinern solche, die immer wieder Eigentests durchführen, sie sitzen schließlich an der Quelle und somit: Wer bekommt‘s mit?! Ärzte können ihre "selbstquälerischen" Untersuchungen eigenmächtig tätigen und veranlassen und eine Rechtfertigung ihren Panikuntersuchungen braucht es nicht.

 

 

Hauptsächlich hängt ein Hypochonder sehr am Leben und was spricht dagegen, dass er sich drei Ärzte aussucht die er quartalsweise und einmal monatlich im Wechsel (um keinen der einzelnen zu verärgern) heimsucht. Irgendwann bekommt der energievollste Hypochonder Ermüdungserscheinungen und merkt, dass er ja so richtig krank erst nach dem Aufenthalt in den Wartezimmern wird.
 

Wieso kann ein Kratzer NUR ernste Folgen haben?


Die Probleme, die Hypochonder glauben zu haben, sind vielfältig. Manche machen sich Sorgen wegen jedes kleinen Kratzers, einer Heiserkeit oder einem Hustenanfall.

Sind Menschen mit Hypochondrie von Natur aus ängstliche und vorsichtige Menschen, die Panik vor einer Krankheit haben, oder sind sie von Natur aus weitsichtiger und wahrnehmender als andere?!

Hypochondrie bezeichnet offiziell die "unbegründete zwanghafte Ahnung und Furcht", ernsthaft krank zu sein. Unbegründet in Anführungszeichen, denn es gibt nichts Unbegründetes. Oftmals verspüren diese Menschen lediglich ihre körperlichen Schwachstellen und jenes aber in einem übersteigerten Maße. Vielleicht gerade deshalb, weil es sie die Geschehnisse bereits gelehrt haben, aufzupassen. Sie hatten einschlägige Erfahrungen mit einer Infektion oder sonstigen dramatisch verlaufenden Erkrankungen. Vielleicht ist ihr Hypochonderdasein sogar eine Maßnahme lange gesünder zu existieren?! Denn spürten sie nichts und ignorierten ihre "krankhaften" körperlichen Empfindungen, würden sie gar ernsthaft krank?!
 
"Wie soll's auch anders sein, möglicherweise funktioniert's Hirn anders?" Die gängigste Erklärung für jede Ausnahme von der Regel!

Hinweise hierfür, fand eine holländische Forschergruppe: Die Hirnfunktionen bei Menschen mit Hypochondrie sind verändert. Bei den untersuchten Menschen mit Hypochondrie stellte sich heraus, dass bestimmte Hirnareale, die das Gefühlserleben verarbeiten und die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Situation lenken (limbisches System, Verbindungen von vorderem Gehirnlappen und Schweifkern), überaktiv sind und sich leicht von Kleinigkeiten beeinflussen lassen. Was wieder nichts anderes bedeutet, als dass wir es bei den "Hypochondern" mit enorm sensiblen Personen zu tun haben und oftmals Symptome einer möglichen körperliche Veränderung gar nicht fehlgedeutet werden, sondern nur früher gespürt als bei den "Hartgesottenen".
 
Man kann die Selbstquälerei belächeln, sie gar als Symptom einer zwanghaften und/oder narzisstischen Persönlichkeitsstörung deuten?! Flüchtet, der Hypochonder etwa in die imaginierte Krankheit, um den Herausforderungen des Lebens auszuweichen und von seinen Mitmenschen Schonung und Nachsicht zu erheischen?

 

 

Was Hypochonder den Normalsterblichen voraus haben: Sie sind analytische Denker!

Nehmen wir ein paar der berühmten Hypochonder wie Charlie Chaplin, Friedrich der Große, Franz Kafka, Andy Warhol, Woody Allen, Harald Schmidt, Franz Grillparzer, Thomas Mann und Immanuel Kant usw.. Was haben diese Paradephobiker gemein, sie sehen und spüren mehr wie andere, ebenso der gedankliche Tiefgang ist auffallend ausgeprägt.

"Leidtragende dieser pathologischen Dramen ist vor allem meine Frau. Wie damals, als ich mitten in der Nacht mit einem Fleck am Hals aufwachte, der eindeutig nach Melanom aussah. Dass es ein Knutschfleck war, stellte sich erst später im Spital heraus, nach viel Heulen und Zähneklappern. Wir saßen zu unchristlicher Stunde in der Notaufnahme, meine Frau redete beruhigend auf mich ein, während ich, die fünf Phasen des Sterbens durchlaufend, irgendwo zwischen "Nicht-wahrhaben-Wollen" und "Verhandeln" war, als ein junger Assistenzarzt mich herablassend musterte und dann sarkastisch erklärte: "Ihr Knutschfleck ist gutartig"."

(Woody Allen)

Lustvoll zelebrieren sie ihre täglich neuen Leiden, lassen sich ihren Tagesablauf von der aktuellen Befindlichkeit diktieren und nicht zu vergessen, sie führen härtefallmäßig akribisch Protokoll darüber. Sind sie etwa wahnsinnig?! Bekommen sie nicht die Aufmerksamkeit, die sie fordern?! Darf man ihr Leiden auf hohem Niveau schnell definieren als eine narzisstische Neurose?! Oder liegt es daran, dass je analytischer Menschen veranlagt sind, desto "psychisch auffälliger", also  "kränker" sie manchmal für ihre Umwelt scheinen?!
 
Auch diese Frage stellt sich:

Muss man Hypochondrie heilen?

Nochmals kurz zusammengefasst: Irgendetwas hat uns aus der Bahn geworfen. Ich lese einen Artikel über Krebs. der Stress nimmt dadurch noch mehr zu. Die Aufmerksamkeit wird auf "außergewöhnliche" Zeichen, die sich körperlich bemerkbar machen, gelenkt. Normale leichte Veränderungen werden dramatisiert, die vorher überhaupt nicht bemerkt wurden. Alles wird nur noch negativ interpretiert. Blitzgedanken schießen durch den Kopf: Jetzt geht auch bei mir los! Das Sterben ist eingeleitet. 


Verharren wir über längere Zeit in diesem Ausnahmezustand, kommt es zu einem Lernprozess, wobei am Schluss gar keine körperlichen Signale mehr nötig sind, um den eben beschriebenen Prozess auszulösen. Negatives Reinsteigern in normale körperliche und psychische Erscheinungen genügt nun um Symptome zu erzeugen.

Der Härtefall der Hypochondrie tritt ein bei hoffnungslosem Versinken in der eigenen Krankheitswelt. Jene Geschlauchten, haben oft einen viele Jahre währenden Kampf zwischen bedrückenden Ängsten und Scham hinter sich. Es fällt ihnen eher schwer, locker öffentlich über ihre Beschwerden zu reden. Gezeichnet von depressiven Stimmungsschwankungen, kapseln sich diese Hypochonder von der Umwelt ab. Freunde und Bekannte melden sich nicht mehr, weil es ihnen mit dem depressiven "Dauerkranken" irgendwann zu viel wird. Partner und Familie sind ratlos. Verstärkt wird das Leiden häufig noch dadurch, dass Lebenspartner die Furchtsamen in ihrem "Wahn" mitleidig unterstützen, statt sie auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.
Der Betroffen fühlt sich nicht mehr ernst genommen, ja sogar von jedem alleingelassen. Verlust der Arbeit und sozialer Abstieg können passieren. Hier gilt es unbedingt einzugreifen.

Alle anderen Fälle, bei denen lediglich eine Selbstregulierung erforderlich ist, sind nicht krankhafter Natur, sondern erkannt und wohlbringend reguliert, mit Wissen und Humor getragen, auszuhalten und lebensverlängernd und eher ...

… eine schräge Anleitung zum Glücklichsein!?

Hypochonder setzten sich ständig mit dem Sterben auseinander, sie begeben sich "todesmutig" immer wieder in die Gefahr, dass ihre "Krankheit" zum tödlichen Ende führen MUSS. Wir können das ganze Geschehen auch philosophisch betrachten: Philosophie bedeutet nun mal nichts anderes als das Sterben zu lernen und zu akzeptieren.

Statt sich jedoch demütig dem Unvermeidlichen hinzugeben und geduldig abzuwarten, bis ihn irgendein brutaler Virus oder ein makabres "Blumenkohlgewächs" unvermittelt aus dem Dasein reißt, stellt sich der Hypochonder jederzeit der Allgegenwart von Tod, Schmerz und Siechtum. Sein Ehrgeiz ist es, über alle denkbaren Möglichkeiten des Abtretens Bescheid zu wissen, somit kann er von Nichts mehr überrascht werden.

"Wenn ich, bereits so todkrank bin, wie ich mich jetzt schon fühle, kann es ja kaum noch schlimmer kommen!" Das Bewusstsein, das panisch gefürchtete Endstadium bereits erreicht zu haben, bringt auf eigenwillige Art und Weise Entlastung ins Treiben. Somit steht die Hypochondrie in Verdacht, in Wahrheit gar kein Leiden zu sein, sondern, dass sie eine schräge Anleitung zum Glücklichsein ist. Es wird bei jeder Attacke enorm viel Adrenalin ausgeschüttet und was ist allen Adrenalinjunkies gemein: Sie brauchen den Kick für ihr Wohlbefinden! 

Bilder: © Susanne Kracht www.susannekracht.de

 

 

 

 

 

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