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Eine jahrelange Odyssee!? Eine mysteriöse Krankheit? ...

... Oder Fibromyalgie als Syndrom?! Und anerkannt!

 

(Aktueller Text: 27.10.2017)

 

"Wir haben Schmerzen, aber es sieht uns keiner an."

Der Feind ist unsichtbar. Er lauert im ganzen Körper und verursacht unterschiedlichste Beschwerden. Die Betroffenen sehen gesund aus, solange sie nicht in den Kreislauf einer Falschbehandlung gelangen.

Die richtige Diagnose wird oft erst nach vielen Jahren gestellt.

Fibromyalgie gehört noch immer zu den am häufigsten falsch oder nicht erkannten, chronischen Krankheitszuständen.

Vor mehr als 100 Jahren wurde die diffuse schmerzhafte Störung bereits als eigenständiges Krankheitsbild erkannt und zunächst als Fibrositis bezeichnet. Bereits 1977 wurde der Begriff Fibromyalgie vorgeschlagen und erst 1990 von der amerikanischen rheumatologischen Gesellschaft akzeptiert. Damit wurde die Fibromyalgie als offizielle Krankheit in der internationalen Klassifikation für Krankheiten der Weltgesundheitsorganisation anerkannt und hat dort einen eigenen Schlüssel: M 79.00. In der deutschen Liste für Krankheiten (ICD 10) läuft es unter dem Code M 79.7, somit ist die Existenz nachgewiesen und müsste nicht mehr diskutiert werden.

Fibra = griech., Faser, myo = Muskelgewebe, algie = schmerzhaft.
 
"Fibromyalgie?" "Gibt es nicht!" So werden Patienten damit abgefertigt, dass ihre Beschwerden Ausdruck einer Depression sind. Tatsächlich zeigen Fibromyalgie-Patienten häufig auch depressive Symptome. Diese entstehen jedoch überwiegend erst als Folge der chronischen Schmerzen und Ausfallerscheinungen und haben eine organische Ursache, die mit einer Stoffwechselstörung einhergeht.
 
Fibromyalgie hat bei vielen den Ruf einer mysteriösen Krankheit, obwohl an ihr Millionen leiden. Die Symptome sind äußerst vielfältig und wechselnd, die Auslöser ebenfalls vielschichtig, ein Krankheitsbild mit immens komplexen körperlichen und psychischen Beschwerden. Auf den ersten Blick haben sie keinen Bezug zueinander. Manche ordnen sie gleich dem rheumatischen Formenkreis zu. Andere bringen sofort eine ausschließlich psychische Erkrankung damit in Verbindung. Wer kann sich das schon dauernd anhören und ertragen, ständig neue und wechselnde Symptome?! Nicht einmal die Blutwerte oder die Röntgenbilder geben eine handfeste Erkrankung her. Mit der Zeit nervt das deutlich und kann nur auf einem psychischen "Schaden" basieren!?
 
Studien ergaben, dass die Mehrzahl der Fibromyalgie-Erkrankten nicht an psychischen Störungen leidet. Dies spürend, gibt das Gros der Patienten nicht auf, um Anerkennung zu kämpfen, dass ihre Ausfälle nicht psychischer Natur sind, sondern organischer. Aufgrund von Fehldiagnosen dauert es Jahre, bis eine Fibromyalgie diagnostiziert wird und die Symptome adäquat behandelt werden. Vielleicht führt auch ihr "Doktorhopping" dazu, dass die Ärzte die Kranken nicht ernst nehmen und leichtfertig als Simulanten und Psychos abstempeln. Deshalb sind FMS-Patienten verzweifelt auf der Suche nach einem Verstehen und nach endlich greifender Hilfe.

Grundsätzlich trägt man den "Gendefekt Fibromyalgie" seit Geburt in sich. Symptome sind seit Geburt vorhanden, welche aber aufgrund des noch jungen Körpers nicht besonders einschränkend wahrgenommen werden. Jeder Mensch hat seinen eigenen physischen Angriffspunkt. Frühe Symptome werden grundsätzlich falsch gedeutet und nicht in Bezug mit der Muskelerkrankung gebracht. Der schleichende Verlauf nach dem Ausbruchs-/Verschlechterungsgeschehen ist ebenfalls ein Grund dafür, dass das Fibromyalgie-Syndrom häufig erst nach langer Zeit diagnostiziert wird. Betroffene klagen z.B. anfangs über Schmerzen im Rücken. Man bekommt eine Spritze, welche erst mal hilft. Irgendwann werden die Schmerz- und Erschöpfungsabstände geringer, die Spritze hilft nicht mehr, und der Schmerz tritt auch an anderen Körperstellen auf. Der Kreislauf beginnt. 

Da die Betroffenen in dieser Zeit als Hypochonder abgestempelt werden, entsteht und/oder verschlimmert sich ihr Selbstzweifel und somit unweigerlich auch sämtliche Symptome.

Fibromyalgie ist keine eingebildete Krankheit. Durch das unklare Krankheitsbild, werden die Patienten für extrem überempfindlich gehalten. Die korrekt diagnostizierte Fibromyalgie ist nicht mit einer psychischen Erkrankung zu verwechseln, geschweige denn, dass man sie als somatoform, psychosomatisch, hysterisch oder hypochondrisch klassifizieren darf. Das Leiden des erschöpften schmerzgeplagten Menschen ist nicht zu verachten oder gar ungläubig zu belächeln. Eine lange oft erniedrigende Arztodyssee haben die Betroffenen hinter sich. Mitunter entkräftet währenddessen ihr Körper und folgend ihre Psyche immer mehr, weil Behandlung völlig falsch oder gar nicht angesetzt wird. Fibromyalgie ist eine chronische, nicht entzündliche Erkrankung, die aufgrund der begleitenden Nebenerkrankungen irgendwann erhöhte Entzündungswerte erzeugen kann. Nicht auszuschließen ist, dass es im späteren Verlauf zusätzlich zu entzündlichem Rheuma und/oder Arthritis kommen kann. Unwissenheit bei allen Beteiligten spielt hier eine gefährliche Rolle und gilt es abzuwenden.

 

 

1. FMS-Syndrom = mehrere bis enorm viele Symptome

 

 

Die Vielzahl der Symptome lässt das Krankheitsgeschehen zu dem FMS-Syndrom (Faser-Muskel-Schmerz-Syndrom) heranreifen.

Folgende Hauptsymptome weisen auf eine Fibromyalgie hin:


Spontane Schmerzen in der Muskulatur, im Verlauf von Sehnen und Sehnenansätzen nach sportlicher oder nur körperlicher Betätigung. Diese fühlen sich wie ein schwerer Muskelkater an oder wie die typischen Gelenkschmerzen bei einem grippalen Infekt. Auch die Folge von Fehlernährung äußert sich mit gleicher Symptomatik.


Chronische (über 3 Monate) Schmerzen in verschiedenen Körperregionen sind vorhanden, besonders betroffen sind Rücken, Nacken und Brustkorb, HWS sowie die Gelenke und Muskeln in den Armen und Beinen, mit wechselnder Lokalisation, Druck- und Schmerzempfindlichkeit allgemein und in den Organen, andauernde Müdigkeit, allgemeine Schwäche, bis hin zur Erschöpfung, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht sind charakteristisch, stechende Schmerzen in den Extremitäten nach längerem Sitzen oder Verharren in einer Position (einem Krampf ähnelnd), Druckschmerzhaftigkeit der "Tender Points" (Diagnosepunkte), diese liegen gelenknah an den Sehnen-Muskel-Ansätzen.

 

Unverwechselbar ist die massive Erschöpfung nach körperlicher Anstrengung. Während der Aktivität sind Höchstleistungen möglich. Sofort danach zeigt sich Fibromyalgie.
 
Häufig vorzufindenden Begleitsymptomen sind:

Reizdarm (Durchfall oder Verstopfung), Reizmagen, Kopfschmerzen (Migräne wird weniger beobachtet), Trockenheit bzw. Überempfindlichkeit der Schleimhäute, dadurch vermehrte Sekretbildung, Allergien, Herzrhythmusstörungen, Herzanfälle, Herzneurose, starke Schwindelanfälle, empfindliche Haut, Hautexantheme, Haarausfall, entzündliches Gefühl im ganzen Körper, Brennen im und am ganzen Körper, Schmerzen in den Nieren, vermehrte Venenzeichen, Varizenbildung, Atembeschwerden, diffuse Schmerzen im Brustbereich in Verbindung mit Atemnot, hohe Infektanfälligkeit, Fieberlosigkeit steht meist im Vordergrund, bei wenigen eine ständig leicht erhöhte Temperatur, leicht erhöhte Blutsenkung, Blutergüsse, Taubheitsgefühle, nervöse Extremitäten, Krämpfe in der Beinmuskulatur, in Händen und Fingern, oftmals an den Oberschenkeln und Oberarmen, Händezittern, Schmerzen in den Fußsohlen, Reizblase, Periodenschmerzen, Nachlassen des sexuellen Interesses, Erschöpfung/Schmerzen nach der Sexualität, Impotenz, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Kloßgefühl im Hals, trockener Mund, Zahnschmerzen, Schmerzen und Lähmungserscheinung in der Kaumuskulatur, Störungen des Gehörsinns, Augenprobleme, sich einstellende Sehschwierigkeiten, Blindheit, Schmerzen in der Brustdrüse, Neurologische Missempfindungen (Taubheit, Kribbeln, ruhelose Beine), kalte Hände und Füße, Tinnitus, Schweißbildung bei geringster körperlicher Anstrengung, Wassereinlagerungen, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Wortfindungsstörungen, Gedächtnisstörung, angespannte Gefühlslage, Verdrängen, Aggressionen, Depression, Angststörung.
 
 
Speziell finden wir bei Fibromyalgie keine erhöhten Entzündungswerte. Immer wiederkehrende Entzündungskrankheiten wie Bronchitis, Sinusitis, Zystitis usw., tragen jedoch bei Chronifizierung und schwerem Verlauf zu erhöhten Entzündungswerten bei. Ebenfalls kann eine hohe allergische Diathese erhöhte Entzündungswerte verursachen. Stress und Depression verursachen gleichfalls erhöhte Entzündungswerte. Dies darf nicht außer Acht gelassen werden, bei der Suche nach dem Entzündungsherd, sofern er dem FMS-Syndrom folgt. Ein Kreis der unbedingt frühzeitig gesprengt werden muss und immer darauf hinweist, dass es ein Ungleichgewicht im Körper wieder herzustellen gilt.

Während für einige Fibromyalgiepatienten vor allem die Schmerzen im Vordergrund stehen, klagen andere hauptsächlich über Müdigkeit, Verspannungen, Konzentrationsstörungen und unnatürlich lange Erholungsphasen nach körperlichen, geistigen oder emotionalen Belastungen. Wissenschaftlich nachgewiesen wurden eine erhöhte Geräusch-, Licht- und Kälteempfindlichkeit sowie ein ausgeprägter Geruchssinn.

Eine Betroffene stellt verzweifelt fest und beschreibt Fibromyalgie deutlich: "Meine einzelnen Organe, Blutwerte und bildgebende Befunde sind relativ ok. Nur der ganze Kerl ist ein Wrack. Das allgemeine Zusammenspiel funktioniert nicht bei mir."

Organschäden sind nicht nachweisbar. Jedoch können insbesondere zu Beginn des hinderlichen Ausbruchs/Bemerkbarwerdens der Erkrankung massive Störungen in der Funktion der inneren Organe auftreten. Fibromyalgie kann plötzlich "ausbrechen", wie nach einer grippeähnlichen Erkrankung oder schleichend verschlechtern, bedingt durch Burnout, durch übermäßige körperliche Anstrengung über Jahre, Überreizung des Nervensystems usw.. Eben genau die Trigger, die auch andere, in jedem genetisch verankerten Schwachstellen zum Mutieren bringen.

 

Der Patient fühlt sich schwer krank. Verständlich, denn die Belastung ist gewaltig.

 

 

2. Ursache und Auslöser

 

 

Die Ursachen für diese Beschwerden liegen selten an den betroffenen schmerzhaften Stellen selbst. Diese sind vielfältig und betreffen das gesamte Gelenk und/oder Weichteilsystem. Die bisher existierenden Informationen über Fibromyalgie rechtfertigen eine medikamentöse Behandlung dahingehend nicht, da hierdurch nur die Symptome gelindert werden, jedoch die eigentliche Ursachen nicht beseitigen.


Ursächlich ist ein mangelnder Stoffwechsel generell und besonders in den Gewebestrukturen von Muskeln und Muskelhüllen, Nerven und Nervensträngen, sowie des faszialen Gewebes. Die Mangelversorgung dieser Zellverbände ist wiederum mit der Entstehung von sämtlichen genannten Ausfallerscheinungen in Verbindung zu bringen.

Durch einseitige körperliche Beanspruchungen wird die Unterversorgung der Gelenke mit Nährstoffen noch verstärkt. Die betroffenen Gewebeschichten reagieren dann auch mit Entzündungen. Dieses Entzündungsgeschehen, wenn nicht richtig behandelt, kann ein rheumatisches oder/und arthritisches Geschehen folgen lassen.
 
Inzwischen weiß man, dass es sich um eine Erkrankung mit organischen Ursachen handelt. Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen Einblicke in das Zentralnervensystem und zeigen deutliche Abweichungen hauptsächlich in der Schmerzwahrnehmung auf, was eine Störung des schmerzverarbeitenden Systems beweist. Bei Patienten mit einem Fibromyalgie-Syndrom wurden deutliche Zeichen für eine Schädigung der kleinen Nervenfasern nachgewiesen. Auf diese Fasern haben sich Wissenschaftler der Universität Würzburg bei der Suche nach der Ursache der typischen Schmerzen bei Fibromyalgie konzentriert. "Small fibers", sogenannte kleinkalibrige schmerzleitende Nervenfasern, deren Endigungen in der Haut lokalisiert sind und für die Wahrnehmung von Schmerzen sowie für das Temperaturempfinden verantwortlich sind. Diese Veränderungen basieren auf einer Verarbeitungsstörung von verschiedenen funktionswichtigen Stoffen. Fehlen dem Körper bestimmte Vitalstoffe und Hormone aufgrund einer angeborenen Mangel- und Fehlverwertung dieser, entsteht eine permanente Unterversorgung durch Übersäuerung sämtlicher Zellen im Körper. Es entstehen permanente Schmerzen, Allergien und Abwehrschwäche.

 

Viele Faktoren spielen hier eine Rolle:

Es besteht eine Vielfalt von Befunden, die genetische, hormonelle, neurophysiologische, psychische, sowie psychosoziale und weitere Faktoren betreffen. Veränderungen des dopaminergenen Systems sowie des Serotoninsystems sind bekannt. Ebenso eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse sowie des Wachstumshormon-Systems. Fibromyalgie-Patienten haben einen abnorm niedrigen Cortisol-Spiegel im Urin. Veränderungen im Immunsystem spielen eine große Rolle.
 
Forschungen ergaben weiter, dass durchgemachte Infektionen mit bestimmten Erregern (Viren, Bakterien) auslösend für die Fibromyalgie-Symptomatik sind oder sie triggern können. Hervorgetreten sind v. a. Borrelien (die Borreliose ruft eine ähnliche Symptomatik hervor wie die Fibromyalgie), Chlamydien, Yersinien, das EBV-Virus, Herpes Typ 6, Herpes zoster, das Zytomegalie-Virus, sowie Streptokokkeninfekte, Lungenentzündungen, und Nebenhöhlenenzündungen.
 
Gleichsam kann FMS verstärkt in Erscheinung treten, durch eine Verletzung oder eine Operation, durch ein seelisches oder körperliches Traumata oder durch orthopädische Erkrankungen.
 
Einen Häufigkeitshöhepunkt bei Frauen besteht im und nach dem Klimakterium, was den Zusammenhang mit einer Hormonbeeinflussung eindeutig herstellt. Die Hormone Interleukin I und VI spielen hier eine bedeutende Rolle. Diese Immunbotenstoffe sind Indikatoren für Entzündungsprozesse im Körper und werden in der Menopause verstärkt ausgeschüttet, was zu entzündungsartigen Symptomen führt. Vergessen wir hier die Männer nicht, sie sind ebenfalls hormongesteuerte Wesen. Meist wird die Erkrankung bei ihnen verkannt.

Der Neurologe Dr. Klinghardt stellte aufgrund der Tatsache, dass bei Fibromyalgie-Patienten Quecksilber nachgewiesen werden konnte und eine Ausleitung eine entsprechende Besserung der Beschwerden nach sich führte, einen engen Zusammenhang her. Auch die Überempfindlichkeit gegenüber chemischen Stoffen und Gerüchen (Abgase, Pestizide, künstliche Aromen, Konservierungsstoffe), wie beim MCS (Multiple Chemical Sensitivity) ist ein Hinweis auf eine solche Grundbelastung. Selbst der überwiegend niedrige Serotonin-Spiegel bei den Patienten ließe sich über Quecksilber-Präsenz erklären: Der Grundbaustein des Serotonins, das Tryptophan, wird von Quecksilber angegriffen. Frauen verfügen über einen höheren Anteil an Bindegewebe als Männer, also über ein größeres Depot für Quecksilber. Das verdeutlicht, warum Frauen öfter betroffen sind als Männer.

Eine untersuchte Tatsache ist, dass die in Myelinscheiden (Isolierschichten) verlaufenden Nervenfasern unterbrochen oder fehlerhaft sind, dies aufgrund von Mangelerscheinungen ausgelösten Unterversorgung der Zellen, welche die Nervenfasern sowie die Isolierschichten speisen. Dadurch können die Signale (Botenstoffe) nicht ordnungsgemäß fließen und es kommt dann zu Bewegungs- und Empfindungsstörungen in den Extremitäten.

 

Besonders interessant bei diesen wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen ist die Tatsache, dass sich Fibromyalgie-Patienten in den Ergebnissen nicht nur von gesunden Studienteilnehmern unterscheiden, sondern auch von den Patienten, die an einer Depression erkrankt waren, aber nicht unter Schmerzen litten. Letztere zeigten ähnliche Ergebnisse wie Gesunde.

 

 

3. Psychische charakterliche Merkmale bei Fibromyalgie-Erkrankten (und ihrem Umfeld)

 

 

Behauptet wird, dass bei Fibros eine geistige Unbeweglichkeit, erkennbar durch Festhalten an alten Denkstrukturen und Lebensgewohnheiten, festzustellen ist. Selbst wenn sie in der Realität längst überholt sind und sich schädigend auf die Gesundheit auswirken. Genauso können Partner, Familienmitglieder mit dieser Sturheit der Sinne behaftet sein und die Betroffenen sich nicht entfalten lassen, was dann zu einem Tanz der Unbeweglichkeit auffordert. Ständige Überforderung um es allen recht zu machen ist auch ein Thema der Betroffenen.

 

Bewährte psychische Abwehrmechanismen der Erkrankten sind Verleugnung und Verdrängung. Sie wollen meistens ihr "falsches Muster" überhaupt nicht verstehen und folgend ändern. Oder sie werde daran gehindert durch falsche Aufklärung, sie im Grunde aber spüren, dass etwas anderes nicht rundläuft. Geistige Starrheit wird als Resultat im Körper gespiegelt. Fibromyalgie ist ein Erscheinungsbild, was im psychologischen Hintergrund eine chronisch "falsche" Denkkette hat, nicht nur bei den Betroffenen selbst. Falsch in Anführungszeichen, weil es ja nichts wirklich Falsches gibt, außer ein, in aktuellen Situation nicht angemessenes, aus einer bereits erlernten Lebenserfahrung heraus, angebrachtes und förderliches Reagieren und Agieren. Es gelingt den Patienten nicht, ihre Denkmuster zu überarbeiten und dementsprechend einen anderen Weg einzuschlagen. Sie sind Gefangene ihrer selbst und lassen es zu, dass die Krankheit mutiert. Multiple Sklerose-Patienten zeigen gleiches psychisches Verhalten, was für sich spricht. Erster Weg zur Besserung: Setze bei dir und deinem Umfeld durch, was dir im Umgang mit der Erkrankung hilft, auch wenn du deinen Lebensstil radikal verändern musst. Kein Nichtbetroffener kann fühlen und wissen, was es bedeutet mit Fibromyalgie zu leben.

 

Schon die Mayas hatten ein 3-Welten-System, das sie im Bild eines Baumes darstellten. 1. Unterwelt = Wurzel, 2. Mittelwelt = Stamm, 3. Oberwelt = Krone. Was im übertragenen Sinne wieder nur bedeutet, ein Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele ist von Nöten, um dem Krankheitsbild Fibromyalgie zu trotzen. Im gesamten Mensch steht alles mit allem in Verbindung, es arbeitet kein Organ für sich allein und so hat jede Erkrankung verantwortliche Mitspieler. Was im übertragenen Sinn nichts anderes bedeutet wie, das Hormonsystem muss im Gleichgewicht sein, da es nun mal alle Vorgänge im Körper steuert.

Die psychische Belastung ist hauptsächlich erst eine Folge der Krankheit. Im fortgeschrittenen Verlauf jedoch verstärkt die Psyche die körperlichen Beschwerden. Somit schwächt ein entspanntes und zufriedenes psychisches Empfinden die Beschwerden wieder ab.
 
Auch der Verlust des Mitgefühls spielt unterbewusst bei dem Geschehen mit. Ein junger Klient gibt an: "Mich störte meine tiefe Empathie, mein Mitleiden mit anderen in Not geratenen Menschen, was mich veranlasst hat, zu erzwingen, dass ich nichts mehr fühle. Irgendwann war ich richtig stolz auf mein "Können", jedoch genau zu diesem Zeitpunkt brach meine Erkrankung massiv aus." Empathieverlust lässt erstarren. Hier darf wieder zum heilsamen neutralen nicht entkräftenden Mitfühlen durchgestoßen werden.


ALLES schaffen zu müssen und nicht mehr wissen wie, schürt Angst und macht depressiv. Grundsätzlich finden wir einen ausgeprägten Druck in dem Menschen der Fibro hat, in dem Krankheitsgeschehen, in der Umwelt, die dieses gebrechliche Bild nicht sehen und akzeptieren mag und in den Behandlern, die mit der Erscheinung oftmals überfordert sind. Deshalb ist die größte Hilfe bei dieser Erkrankung: DRUCK ablassen. Dazu gibt es mehrere Alternativen. Den größten Druck kannst du dir jedoch nur selber nehmen, indem du weißt, was du willst. Ein Dahinsiechen oder ein, dich und dein Gedankengut und auch deine Wünsche annehmen und ausleben. Druck mag durchaus seinen positiven Stellenwert haben. Gib dich dem Druck hin, ein leichteres Zurechtkommen mit deinen Ausfallerscheinungen anzustreben. Hoffe nicht auf Bestätigung, alles richtig zu machen. Probiere aus, was dir vorschwebt und zur Schmerzlinderung und Mobilität verhilft. Druck erzeugt immer Gegendruck. Was bleibt hier anderes als eine schmerzhafte Lähmung?!

 

Allein wenn den Patienten der Druck genommen wird, nicht zu wissen was mit ihnen los ist, ist das ein großartiges Vorankommen. Die ordentliche Aufklärung über FMS macht durchaus schon mal lockerer.

 

 

4. Wetterempfindlichkeit

 

 

"Wetter macht nicht krank!?" Nur ist seit der Antike bekannt, dass es die Beschwerden von Patienten beeinflusst.

Nach Unfällen, Verletzung, Operationen sowie bei schweren akuten Erkrankungen oder bei chronischen Krankheiten können Wettereinflüsse die Intensität der Beschwerden oder die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Beschwerden und Anfällen erhöhen. Je dramatischer der physiologische Stress für den Organismus ausfällt, desto größer ist dieser Effekt. Im Gegenzug sind auch Wetterlagen bekannt, die bei den Patienten zu einer Entlastung beitragen können. Passendes Klima kann sogar zu einem "Ausheilen" beitragen.

Menschen mit Fibromyalgie klagen, dass feuchtkaltes Wetter oder ein Wetterumschwung aus Nordwest ihre Beschwerden verschlimmere. Stark böiger Wind und ausdauernde Regen- und Schneefälle oder schnell aufeinander folgende Schauern scheinen diesen Effekt zu verstärken. Äußere Belastungen, wie starke Sonneneinstrahlung, können ebenso zur Verschlimmerung führen. Gleichfalls kann das Sommerwetter belastend wirken, wenn es zu heiß und tropisch ist. Hier kommen die Beschwerden verstärkt zum Vorschein. Der ganze Körper fühlt sich geschwollen an und der organisch entstandene körperliche Druck, der von innen nach außen beschrieben wird, macht den Betroffenen enorm zu schaffen. Mäßig warmes, trockenes Wetter mit Windstille ist das ideale Wetter für Fibromyalgie-Behaftete.

Eine andere Betrachtungsweise des Wettereinflusses berücksichtigt, dass Menschen mit Fibromyalgie mehrfach unter Schlafstörungen leiden. Jeder Mensch erwacht rund 17mal in der Nacht, schläft aber generell sofort wieder ein. Fibromyalgiebeschwerden können dazu führen, dass die Schlafunterbrechungen länger ausgedehnt werden als bei Gesunden, der Schlaf wird insgesamt kürzer und weniger erholsam, dies auch in Verbindung mit einem Wetterwechsel. Die Menschen fühlen sich beim Aufstehen nicht fit für den Tag, sondern schon früh am Morgen erschöpft.

 

 

5. Vorkommen und Verlauf

 

FMS ist weit verbreitet und einer der häufigsten Schmerz-/Erschöpfungszustände. Millionenfach mustert man sie auf der ganzen Welt, dies unabhängig von Rasse und sozialem Status. Die Krankheit betrifft 2 - 4 % der Gesamtbevölkerung. Etwa jeder 5. Patient einer rheumatologischen Praxis leidet daran. Mehr als an Rheuma, rheumatischer Arthritis, Weichteilrheuma oder Multipler Sklerose. Die Mehrzahl der Fälle sind Frauen im Alter von 35 - 60 Jahren, Kinder und Jugendliche verspüren bereits massive Symptome; bei alten Menschen könnte sie fälschlicherweise als Altersbeschwerden abgetan werden. 

 

Die Krankheit verschlechtert sich in der Regel schleichend. Die Leidtragenden hatten schon als Kinder und Jugendliche (Hormonveränderung Pubertät) häufiger Schmerzen und Erschöpfungszustände, welche aber aufgrund des unbeschwerten Alters leichter hingenommen oder gar nicht wahrgenommen wurden. Häufig schmerzt am Anfang nur ein Körperteil. Erst nach und nach breitet sich der Schmerz merklich über den weiteren Körper aus.


Es passiert etwas Fatales: Der Patient wird für den Schmerz immer empfindlicher weil er unbewusst unempfindlicher reagiert und der Körper somit immer lauter schreien muss, um sich bemerkbar zu machen. Das Nervensystem startet eine Veränderung. Es beginnen Umbauten im Geflecht der Neuronen. Es wird von einer Anspannung im ganzen Körper berichtet, deutlich spürbarer Druck entsteht. Als ob der Körper innerlich immer auf Höchstleistung läuft.


Die diffusen Schmerzen verselbständigen sich und können über die Zeit chronisch werden. Das Gehirn nimmt in einer Endlosschleife Schmerzen wahr, die keine Ursache im Sinne einer Körperverletzung haben. Die natürlichen Abwehrmechanismen, die bei Gesunden den Schmerz abmildern, funktionieren nicht mehr richtig.
 
Der Krankheitsverlauf zieht sich schlimmstenfalls über Jahrzehnte hin. Individuell verschieden ist die Heftigkeit der Symptome und die daraus folgenden gesundheitlichen Einschränkungen. In schweren unverstandenen und falsch behandelten Fällen wird er lebensbestimmend bzw. stark einschränkend bis hin zur dauernden Bettlägerigkeit. Dem gilt es vorzubeugen.
 
Die einzelnen Schübe und akuten Phasen folgen keinem bestimmten Muster und sind deshalb nur schwer vorherzusehen, besonders häufig treten sie nach akuten Infektionskrankheiten auf, nach/während psychischem Stress oder körperlicher Überanstrengung sowie Wetterwechsel. Übermäßiges Feiern bugsiert dich in eine Verschlechterung. Sämtliche Symptome verstärken sich ebenfalls nach einer Narkose.


Der Alltag eines Menschen mit Fibromyalgie ist schwierig und von Stress und Erschöpfung geprägt. Schon morgens beim Aufstehen fühlt es sich an, als trügen sie einen "Bleianzug". Muskelbeschwerden und geschwollene Hände beeinträchtigten viele Aktivitäten.


Aufgrund der problematischen Diagnose haben Fibromyalgiepatienten Schwierigkeiten als vermindert arbeitsfähig, in schweren Fällen sogar als arbeitsunfähig anerkannt zu werden. Dies führt nicht selten zu großen sozialen und finanziellen Missständen. Die Krankheit ist nicht tödlich, kann jedoch eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität bewirken, da sie neben dem Schmerz- und Erschöpfungsbeschwerdebild durch ein fehlgesteuertes Immunsystem aufgrund Mangelerscheinungen zu häufigen Infektionskrankheiten führt.
 
Manche Mediziner finden FMS spannend, manche leider lästig. Die Betroffenen sollten sich davon nicht einschüchtern lassen und auf alle Fälle die Behandlungsmethoden durchsetzen, die ihnen Erleichterung verschaffen, während sie selbst ebenfalls alles geben, damit "die Wunde" kleiner wird.

 

 

6. Differentialdiagnosen

 

Die Symptome der Fibromyalgie sind derart komplex, dass ein großer Spielraum für differentialdiagnostische Erwägungen in Betracht kommt.


Mögliche, ähnliche Erkrankungen sind:

  • Myofasziales Schmerzsyndrom (Im Gegensatz zur Fibromyalgie liegt beim MSS stets ein lokal begrenzter Schmerzzustand vor.)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Weichteilrheuma
  • Perniziöse Anämie/Vitamin-B12-Mangel (Neurologische Schäden treten meistens vor der eigentlichen Anämie auf.)
  • Polyneuropathie
  • Polyarthralgie 
  • Borreliose
  • Hashimoto-Thyreoiditis (Autoimmunerkrankung, die zu einer chronischen Entzündung der Schilddrüse führt.)
  • Multiple Sklerose
  • Epstein-Barr-Virus
  • Enthesiopathien (Degenerative Erkrankungen der Sehnen oder des Sehnenansatzes, meist Folge von Über- oder Fehlbelastungen bzw. von Stoffwechselstörungen.)
  • Übertraining (Intensive langwährende sportliche Betätigung bei Leistungssportlern, aber auch bei ambitionierten Hobbysportlern.)
  • Hypermobilitätssyndrom (Überbeweglichkeit der Gelenke in Verbindung mit Beschwerden im Muskel-Skelett-System.)
  • "Aspamatkrankheit"
  • Osteoporose
  • Depression
  • Kollagenosen (Bindegewebserkrankungen)
  • Chronic-Fatigue-Syndrom (Chronisches Erschöpfungssyndrom)
  • Neurasthenie (Nervenschwäche)
  • Eosinophilie-Myalgie-Syndrom (Entzündliche Multisystemerkrankung aufgrund von Medikamten)
  • Monokausale Panalgie (Ganzkörperschmerz durch einen Faktor ausgelöst)
  • Cholesterinablagerungen in Organen
  • Zahn- und Kieferstörfelder
  • Symptome ausgelöst durch Fehlernährung
  • usw.

 

7. Behandlung

 

 

Zu viel Schonung sowie zu viel Bewegung sind kontraproduktiv.

Zu viel negativer Stress schadet. Zu viel positiver Stress auch.


Viele Betroffene klagen über vermehrte Symptome (körperlich wie psychisch), nachdem sie Stress hatten, egal ob positiv oder negativ. Stabilität für die Erkrankten ist hier das Zauberwort.
 
Die Entlastung von Aufgaben und Pflichten ist ebenso ungünstig wie eine überzogene Durchhaltestrategie im Beruf und in der Familie. Die neutrale Mitte ist angesagt. Auch völliges Krankheits-Unverständnis von den Betroffenen sowie ihren Partnern wirkt sich negativ aus. Dadurch wird Druck erzeugt. Und Druck herrscht in den FMS-Patienten bereits ein beachtlicher. Das Verstehen und Akzeptieren der Krankheit ist Bedingung für ein besseres Empfinden. Vorrangig ist, dass die Patienten die richtige Diagnose bekommen und ausführlich über das Krankheitsbild sowie ihre persönliche Ursache hierzu informiert werden. Nur so können die Betroffenen psychisch entlastet werden, sie zweifeln nicht mehr an sich selbst und können einen Weg finden, mit der Krankheit besser umzugehen.


Fibromyalgie ist nach der neuen Leitlinie keine psychische Störung, dennoch leiden Betroffenen unter seelischen Störungen, vor allem Angststörungen und Depression welche oftmals schubweise (Mann und Frau sind nun mal hormongesteuerte Wesen.) auftreten. Diese dürfen immer mitbehandelt werden, um eine Verschlechterung der Symptomatik auszuschließen.

 

Allerdings gibt es keine Therapieform, die bei jedem gleich wirkt. Unverzichtbar ist jedoch das Auffüllen fehlender Vitalstoffe, um der Unterversorgung der Zellen entgegenzuwirken. Die Therapie setzt vor allem auf die Eigeninitiative des Patienten, der meist selbst am besten weiß, was ihm wann hilft. Eine multimodale ganzheitliche Therapie ist gefordert. Genau wie ihr vielfältiges Erscheinungsbild darf die entsprechende Behandlung dieser umfangreichen Schmerz- und Erschöpfungserkrankung sein. An erster Stelle steht immer, das Selbstvertrauen der Betroffenen wieder zu stärken, welches ihnen mit durch die Jahre des Belächelns genommen wurde. Somit können die Betroffenen die Krankheit akzeptieren, da sie nun nicht mehr an ihrem Verstand zweifeln müssen.
 
Nicht nur bei dieser Krankheitserscheinung, neigen viele Patienten dazu, die Verantwortung auf den Arzt abzuschieben. Es geht aber vor allem darum, die eigenen Grenzen des Möglichen auszuloten und selbst neue Dinge zu probieren und passende Lösungen zu finden. Verständnis und neue Anregungen bringt auch der Austausch mit anderen Erkrankten mit sich. Das Selbstmanagement der Krankheit ist mit gefordert.

Grundsätzlich besteht die Gefahr des Medikamentenmissbrauchs, der Sucht sowie unabsehbarer Folgeschäden durch Dauermedikation mit diversen Schmerzmitteln und falsch verabreichten Arzneien. Darum ist die Behandlung mit Medikamenten kritisch zu sehen. Sie sollte wenn, nur zeitlich befristet stattfinden. Der Patient lernt mit seinen Ausfallerscheinungen therapeutisch zu jonglieren. Das ist das Ziel.

 

Augenfällig ist, dass Patienten, jene mit Opiaten oder anderen "Produkten" behandelt werden, trotz eines Suchtverhaltens, beim Weglassen geringe oder gar keine Entzugsproblematik kennen. Diese Erscheinung finden wir häufig bei Autoimmunerkrankungen vor.

 

Die Erhaltung oder Verbesserung der Funktionsfähigkeit im Alltag und damit der Lebensqualität sowie die Minderung und/oder Linderung der Beschwerden sind Absicht der Maßnahmen.  IM ZURECHTKOMMEN mit Fibromaylgie und somit DIR, beginnt HEILUNG.

Obwohl gern Sport ausgeübt wird, verspüren die Schmerzbelasteten bei einem Übermaß danach einen immensen "Muskelkater". Nach zu ausschweifender sportlicher Betätigung fällt die Mehrzahl der Betroffene in einen Erschöpfungszustand, eventuell in einen Tiefschlaf, aus dem sie noch erschöpfter erwachen. Was abermals deutlich macht: Fibromyalgie ist eine genetisch weitergereichter Verarbeitungsdefekt der Muskeln und Sehnen, aufgrund verschiedener Faktoren. Der Körper reagiert abnorm auf Belastung, welche immer eine abrupte Übersäuerung mit sich bringt. Ohne sportliche und körperliche Betätigung geht es selbstverständlich nicht, das macht noch unbeweglicher und steifer. Das Mittelmaß an körperlicher Belastung ist anzustreben und förderlich. "Tango statt Fango", eine der besten Schmerztherapien, verbunden mit dem Erlangen der Genussfähigkeit. Weil es einfach Spaß macht und Fibromyalgie-Patienten zumeist sehr beweglich sind.
 

Positiv ist, FMS hinterlässt, richtig damit umgegangen, keine körperlichen Schäden. Die Schmerzen sind zwar lästig und quälend, die Gelenke und Muskeln gehen aber nicht kaputt und die Lebenserwartung ist nicht herabgesetzt. Zu einer krankheitsbedingten Zerstörung der Knochen, wie etwa bei der rheumatoiden Arthritis, kommt es durch die Fibromyalgie selbst in der Regel nicht, jedoch kann die teilweise massive Bewegungseinschränkung zu Kapselschrumpfungen und anderen irreparablen Folgen im Gelenkapparat führen. Dies ist allerdings selten. In schweren Fällen kann sich ein chronisches entzündliches Geschehen dazugesellen, wenn die Symptome der Fibromyalgie verdrängt wurden und ein angemessenerer Umgang mit der Krankheit nicht gegeben war.

 

Schmerz ist Ohnmacht.

 

 

Erst das macht ihn so qualvoll.

 

 

Langsam fängt er an. Das kleine Ziehen im Rücken, das immer mächtiger wird und mit den Jahren ein ganzes Leben bestimmt.

 

Andauernder Schmerz macht keinen Sinn!? Oder doch?!


Schmerzen werden immer ein Signal dafür sein, wenn auch ein radikales, dass wir leben!
 
Die SchmerzErfahrung, die SchmerzFähigkeit und der SchmerzAusdruck sind menschlich, nichts wovor man Angst haben oder sich gar schämen muss. Eine Richtung sich selbst zu spüren, zu erfahren und sein Selbstbewusstsein zu stärken, indem man individuelle Wege zur Wahrnehmung, zur Linderung und zum Zurechtkommen seiner Einschränkung beschreitet.

 

Text: © Stefanie Füßner 

Bilder: © Branislav Kubečka

 

 

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