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Die unabhängige Beraterin vertritt in ihrem beruflichen Handeln keine ideologisch, politisch oder religiös motivierten Interessen, sondern gibt ihre empathisch wahrgenommenen Eindrücke der betreffenden Situation und Person/en weiter.

Ohne Hormone läuft gar nichts!

Wie funktionieren Drogen?

(Eine ZUSAMMENFASSUNG von *KELLER NIKLAUS*, Ansprechpartner STEPHAN ZACH, Leiter Aus- und Weiterbildungskommission a.i., Samariterverband des Kantons Solothurn, mit Copyright Text: © POLIZEI KANTON SOLOTHURN Beratungsdienst)

Der Mensch und sein Hormonsystem

 

 

Der menschliche Körper besteht aus einer Vielzahl von Organen und Systemen, deren Funktionen aufeinander abgestimmt und deshalb gesteuert sein müssen. Diese Steuerungen, die sich vom Wachstum über die Fortpflanzung bis hin zum täglichen Verdauungsvorgang erstrecken, erfolgen durch über dreißig verschiedene Hormone. Sie werden von Drüsen in die Blutbahn abgegeben. Das Wort Hormon heißt übersetzt "Botenstoff" (hormao= "Ich setze in Bewegung").

 

Damit bezeichnet man chemische Stoffe, die von den endokrinen Körperdrüsen produziert werden. Im Blut üben diese Stoffe ihre jeweiligen Funktionen aus. Drogen haben vielfach chemisch-ähnliche Formeln wie Hormone.

 

Neurotransmitter sind signaltragende, nachrichten-übertragende chemische Substanzen, die im Gehirn produziert werden, um Reize und Botschaften durch das Nervenwerk zu tragen.

Rezeptoren sind medizinische Organe, die zur Aufnahme äußerer Reize dienen. Es sind Empfangs- bzw. Aufnahmeeinrichtungen des Körpers für bestimmte Reize.

Synapsen sind Umschaltstellen für die fortlaufende Erregungsübertragung von einer Nervenzelle auf die andere oder auf das Erfolgsorgan wie z.B. Muskelzellen/Organe etc.

Drogen: Merke dir, wenn du nun durch den Missbrauch von Drogen unbefugt und vorsätzlich in den Stoffwechsel deines Körpers eingreifst, bringst du damit die Botenstoffe ins Ungleichgewicht.

Du wirst krank!


BOTENSTOFFE DES KÖRPERS
Ohne Hormone läuft gar nichts!
Hand aufs Herz: Was fällt dir ganz spontan ein beim Stichwort:
HORMONE?
Frauen werden zuerst an die Antibabypille oder an die Wechseljahre denken.
STIMMT BEIDES!
Männer denken bei Hormonen vielleicht zuerst an die Liebe, Sport oder Training.
STIMMT AUCH!
Jugendliche werden in den Spiegel schauen und sich einmal mehr über ihre Pickel ärgern.
HÄNGT AUCH ZUSAMMEN!

 


Hormone haben bei allen Lebensvorgängen die Hand mit im Spiel.


Ob es sich um normale Reaktionen und Überlebensvorgänge wie Hunger, Durst, Fortpflanzung oder das Meistern tödlicher Gefahren handelt, oder um psychische Erfahrungen wie Niedergeschlagenheit, Stress, Trauer, Wut, Verzweiflung, Ausgeglichenheit oder unbeschreibliche Glücksgefühle, und ob wir schlafen, putzmunter sind, uns verlieben oder ausrasten,


HORMONE - HORMONE - HORMONE
"HORMAO" bedeutet ÜBRIGENS:
IN GANG SETZEN/ANTREIBEN/ERREGEN
ODER NOCH EINFACHER: BOTENSTOFFE

 


DIE HORMONFABRIK


Stellen wir uns ein gutorganisiertes Wirtschaftsunternehmen vor: Da gibt es ganz oben den Chef, der alle Fäden in der Hand hat und das ganze Unternehmen leitet. Darunter gibt es das leitende und mittlere Management/Kader, das die Befehle von oben entgegennimmt und sie gemäß den entsprechenden Erfordernissen nach unten weitergibt, an die ausführenden Abteilungen.


Zwischen all diesen Abteilungen gibt es zahlreiche Kommunikationsnetze, wie Telefon, Fax und Post und PC. Genau so funktioniert auch die Hormonfabrik des Körpers.

 

DER OBERSTE CHEF: DER HYPOTHALAMUS (ZWISCHENHIRN)

 

Dieser etwa bohnengroße Teil des Gehirns hat ständig den totalen Überblick über die gesamte Hormonsituation im Körper. Er registriert jede Hormonschwankung und gibt bei Bedarf umgehend seine Kommandos. Außerdem hat er engen Kontakt zur benachbarten Großhirnrinde, die alle Reize verarbeitet, die von außen auf uns wirken:


Optische/Akustische Wahrnehmungen, Wärme- und Kältereize/Sinneseindrücke etc.. Auch das Limbische-System wird vom Hypothalamus kontrolliert. Dort laufen unsere Gefühle, Gedanken und Empfindungen zusammen, die Einfluss auf das Hormonsystem nehmen und umgekehrt: Auch die Hormonsituation beeinflusst unser Gefühlsleben.

Bekommt der Hypothalamus die Information, dass aus irgendeinem Grund ein Hormon gebraucht wird, schickt er umgehend Botenstoffe mit dem entsprechenden Befehl an sein "Management".

 

 

DAS LEITENDE MANAGEMENT:

DIE HYPOPHYSE (HIRNANHANGDRÜSE)

Wie sich das in einer guten Firma gehört, ist das leitende Management auch in der Hormonfabrik eng mit dem obersten Chef verbunden. Die Hypophyse ist etwa kirschgroß und besteht aus einem Hypophysenvorderlappen und einem Hypophysenhinterlappen.

Wir haben es also mit zwei gleichgestellten Managern zu tun. Kommt nun vom Boss ein Kommando, dass an irgendeiner Stelle im Körper sofort etwas geschehen muss, beispielsweise dass der Körper dringend Adrenalin, das "Alarmhormon", braucht, um eine Gefahrensituation zu meistern, hat die Hypophyse zwei Möglichkeiten:

 

Sie kann den Befehl eine Stelle tiefer weiterleiten, sprich, sie produziert Hypophysenhormone, die an andere Drüsen des Körpers gehen und dort den Befehl zur Produktion des eigentlichen Hormons geben. Das sind Botenstoffe untergeordneter Funktion.

 

Anderseits aber produzieren beide Hypophysenlappen auch selbst Hormone, die direkt an den Zielort gehen und dort eine bestimmte Reaktion auslösen. Dies sind das Wachstumshormon Somatotropin (STH), das Vasopressin, das den Wasserhaushalt in der Niere regelt und das Oxytocin, das bei Geburt und Stillzeit eine Rolle spielt.

 

Hormone, die lediglich den Befehl eine Etage tiefer weitergeben, sind das Corticotropin (ACTH), das zu den Nebennieren wandert.

 

 

DAS MITTLERE MANAGEMENT: NEBENNIRENRINDE (Glandula)
Diese Abteilungen arbeiten auf Befehl der Hypophyse und schütten dann Hormone aus, die verschiedene Prozesse im Körper in Gang bringen. Die Nebennierenrinde liefert Cortison für entzündungshemmende Reaktionen in Haut, Gewebe und einzelnen Organen, sowie das Aldosteron, das den Kalium- und Natriumhaushalt kontrolliert.


DIE ARBEITER:
Die ausführenden Organe unserer Hormonfabrik sind im ganzen Körper verteilt: Herz, Leber, Nieren, Magen, Darm, Lunge, Knochen, Muskeln, Haus, Gewebe, G-Organe, Stoffwechsel, und Kreislauf.


ALLES GEHORCHT DEM KOMMANDO DER HORMONE.


DAS KOMMUNIKATIONS-SYSTEM: DIE NERVEN
Wie wir im Vorhergehenden gesehen haben, ist das hormonelle System im Körper, das der Botenstoffe, eigentlich schon eine Art Kommunikationssystem. Hormone geben ja Botschaften an Zielorgane weiter. Darüber hinaus ist noch ein anderes Kommunikationssystem vorhanden, das dem Telefonnetz in unserer Fabrik gleicht:


DAS NERVEN-SYSTEM (ZNS-VNS-SNS)
Es hat Tausende feiner Verbindungen und Verästelungen und meldet zuverlässig jede Neuigkeit, die in unserem Körper passiert oder von außen auf uns einwirkt, an die Zentrale im Gehirn. An dieser Stelle werden die Informationen sortiert, verarbeitet und dann teilweise im Nervensystem unmittelbar weitergeschickt an andere Organe, beispielsweise an hormonproduzierende Drüsen, welche daraufhin auf den Nervenimpuls mit der Hormonausschüttung reagieren.


DIE EINZELKÄMPFER:
In jeder Firma findet man auch ein paar kleine Abteilungen mit hochspezialisierten Fachleuten, die sich von keinem reinreden lassen, still ihre Aufgaben erfüllen und sich vom übrigen Betrieb weitgehend fernhalten. Solche Einzelkämpfer gibt es natürlich auch in unserer Hormonfabrik.


BAUCHSPEICHELDRÜSE (Pankreas)
Sie stellt Insulin und Glukagon her, Hormone, die den Blutzuckerspiegel regulieren. Sie reagiert weniger auf Befehle der Chefetage, sondern darauf, was wir als Nahrung zu uns nehmen.


DAS NEBENNIERENMARK
Es reagiert sofort auf entsprechende Nervenimpulse und schüttet in Gefahren- und Stress-Situationen Adrenalin und Noradrenalin aus.


DIE ZIRBELDRÜSE (Epiphyse)
Sie sitzt im Gehirn und ist quasi unsere innere Uhr. Bei Dunkelheit produziert sie automatisch Melatonin, ein sedierendes Hormon, das uns schlafen lässt, im Winter aber auch depressiv machen kann. Oder das Serotonin, das das berühmt-berüchtigte "Mir ist alles Wurscht-Syndrom" auslösen kann. Im Kopf und im ganzen Körper werden in den Nervenzellen "Endorphine", körpereigene Schmerzmittel, eine Art Morphium aus eigener Produktion, ausgeschüttet.


STRESS: DIE REAKTION DES KÖRPERS AUF GEFAHREN

DETRESSE > höchste NOT
Es handelt sich um das hormonelle Ungleichgewicht im körpereigenen, bio-chemischen Aufputschdrogen- und Schmerzkiller-Haushalt.

 

 

Beispiele:

a) Wir werden plötzlich Zeuge eines Unfalls und müssen sofort handeln. Prompt wird dieser Impuls von den Nerven im Gehirn aufgenommen und in Zehntelsekunden an das Nebennierenmark weitergegeben, das umgehend das Stresshormon Adrenalin ausschüttet. Der ganze Körper springt jetzt von Null auf Hundert: Blutdruck/Puls steigen, das Herz schlägt schneller, wir werden aktiv.

b) Wir werden plötzlich von einem Tier angegriffen. Kalter Schweiß. Was tun???

c) Plötzlich erhalten wir eine freudige Nachricht. Tränen fließen. Blut stockt. Rotes Gesicht.
d) Plötzlich steht dein(e) Traummann/Traumfrau vor ihnen. Herzflimmern. Ein Feuerwerk der Hormone.

 

Unser Körper analysiert solche Situationen blitzschnell und reagiert sofort und zwar instinktiv auf Bedrohung und Gefahr, aber auch auf Euphorie und Freude.


Im Prozess der Evolution hat der menschliche Körper eine ganze Reihe von Reaktionen auf Gefahren und Bedrohungen entwickelt. Waren es für die Höhlenmenschen die Gefahren der Wildtiere wie z.B. der Säbel-Zahn-Tiger, sind es heute ganz andere Faktoren.

 

Durch die Ausschüttung von Botenstoffen entsteht Energie, die der Mensch benötigt, die Situation zu bewältigen, eine Gefahr abzuwehren. Die drei Mechanismen bedeuten:

 

FLÜCHTEN - ANGREIFEN - ERSTARREN 

 

Oder anders gesagt:  

                

Rückzug oder Passivität

Kämpfen oder Aktivität

Innerliche Emigration/Imitation

 

Sprachblockaden
Das Blut stockt.

Herzklopfen

Erbleichen

 

Bewegungs- und Denkblockaden
Die Haare stehen hoch.

Rotes Gesicht/Herzrasen

Zusammenbruch/Infarkt

 

Diese Reaktionen nennt man:

STRESS - Reaktionen
STRESSOREN - oder
STRESS - Faktoren.


Die Stressfaktoren des modernen Lebens haben sich vervielfacht. Sie begegnen uns überall. Im Beruf, in der Familie, in der Freizeit, im SPORT. Denken wir an die Hemmungen. Denken wir an die Angst vor Verletzungen oder Leistungserwartungen.


Gewisse Stressarten empfinden wir als wichtige Anreger, andere hingegen als unnötige Aggressionen.


Wir nennen sie:

EUSTRESS (Euphorie)
DYSTRESS (Missbehagen)

 

Dass unsere Stimmungen und unser Verhalten von biochemischen Stoffen beeinflusst werden, fanden Forscher schon um 1920 heraus. Sensationell dann im Jahre 1975, die Entdeckung der opiatähnlichen Endorphine als körpereigene Aufputschdroge und Schmerzkiller. Seitdem wurden etwa 200 dieser Neurotransmitter entschlüsselt. Sie manipulieren uns alle auf die gleiche Weise: Von einer Nervenzelle zur andern werden Gefühle, Wahrnehmungen und Gedanken transportiert und von den Rezeptoren aufgenommen. Und sie agieren nicht nur im Gehirn, sondern wirken im ganzen Körper, wie etwa das Dopamin, das für die präzisen Bewegungen der Ballett-Tänzer oder für den Leistungs-Sportler sorgt.


Das Erstaunliche:

Diese Stoffe landen genau dort, wo sie gebraucht werden. Sie koppeln zielsicher an den Empfangsschaltern (Rezeptoren) der richtigen Nervenzelle an, wie der passende Schlüssel für's Schloss.


Durch die Übersättigung (ebenso durch eine Unterversorgung! sf) des Körpers mit diesen natürlichen Anregern, kann es zu negativen körperlichen oder seelischen Auswirkungen kommen.

 

Aus der Angst, den in dich gesetzten Leistungserwartungen nicht gerecht zu werden, seien es die eigenen oder diejenigen anderer Personen, kommt es zum Griff zu legalen oder illegalen, körperfremden Drogen.


Damit kann ein vermehrter Konsum von Genussdrogen, wie:

 

NIKOTIN
ALKOHOL
MEDIKAMENTE

 

oder

RAUSCHGIFT
BETÄUBUNGSMITTEL
DROGEN

 

eintreten.

 

DIE URSACHEN ZUM GRIFF ZU DIESEN STOFFEN/AKTIVITÄTEN KÖNNEN SEIN:

MANGELNDES GLEICHGEWICHT IN DER VERSORGUNG DER NATÜRLICHEN GRUNDBEDÜRFNISSE, WIE Z.B.: BEWEGUNG, EIGENTUM, NAHRUNG, RUHE UND SCHLAF, FANTASIE, ROMANTIK, NEUGIERDE, SICHERHEIT, EHRE, MACHT, FREIHEIT, GESELLIGKEIT, ANERKENNUNG, FAMILIE, STELLENWERT, RACHE etc..

 

STRESSBEWÄLTIGUNG durch unsere BOTENSTOFFE

 

ADRENALIN = Die Zorndroge macht fit und spornt an. 

 

Adrenalin ist die bekannteste körpereigene Droge, auch Botenstoff genannt.

 

 

Adrenalin, in der Nebennierenrinde produziertes körpereigenes Hormon mit antriebs-motivationsfördernder Wirkung; einige Drogen verlangsamen die Resorption von Adrenalin, andere imitieren seine Wirkungsweise.


Wenn wir uns richtig aufregen, weil etwas nicht klappt, oder weil wir Zoff mit dem Partner haben, dann steigt der Adrenalin-Spiegel. Das macht aggressiv. Jede Menge Adrenalin wird auch frei, wenn der Chef dich zum Beispiel unter Termin-Stress setzt.


Jetzt entfaltet Adrenalin seine positive Seite. Der Stoff spornt dich zu Höchstleistungen an, mobilisiert all deine Kräfte. 

 

Wie unser Organismus auf einen hohen Adrenalin Spiegel reagiert?


Der Blutdruck steigt, das Herz schlägt schneller, im Körper wird mehr energiespendender Blutzucker produziert. Das sorgt auch bei Gefahr, zum Beispiel in heiklen Situationen im Straßenverkehr, für blitzschnelle Reaktionen.


Die Übersättigung des Körpers mit Adrenalin, kann zu psychosomatischen Krankheiten führen. (psyche>Seele, soma>Körper)

 


NORADRENALIN = Bewirkt, dass wir dem Reiz der Sinne folgen.


a) Wir riechen den Duft von frischem Brot und Kaffee und haben Lust auf Frühstück, egal wie spät es gerade ist.
b) Wir hören die Stimme eines liebsten Freundes und fühlen uns prompt entspannt, ohne auf die Worte zu hören.


Beide Male ist Noradrenalin im Spiel. Nicht so bekannt, aber im Aufbau und Wirkung dem Adrenalin sehr ähnlich. Der kleine, entscheidende Unterschied:


Noradreanlin wird hauptsächlich über die Sinne aktiviert, Sehen, Hören, Schmecken, Riechen. Das funktioniert sogar, wenn wir uns die Situation, die unsere Stimmung anregt, nur im Kopf vorstellen.


Ein niedriger Nor-Adreanalin-Spiegel bedeutet: Der Blutdruck sinkt. Der Puls geht langsamer. 

 

Man kann sich vor lauter Müdigkeit zu nichts aufraffen, fühlt sich deprimiert. Was hilft?Reize deine Sinne. Verwöhne dich mit deinem Lieblingsduft. Lasse dich in der Disco von Musik und Light-Show überfluten. Oder laufe wenigstens um den Block und atmen tief durch!

 


NOREPIN-EPHRIN = Ist zuständig für Energie, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.


Eine natürliche Gruppe von Neurotransmittern sind die Norepin- Ephrine, die auf schmerzhafte, besorgnis- und angsterregende Reize reagieren, und den Organismus mit Energie für den Kampf mobilisieren, ihm die Kraft geben, das Problem anzugehen, statt sich von Angst lähmen zu lassen. Einige Drogen imitieren daher die Wirkung des Norepinephedrins (Anabole Stereoide/Ephedrine etc.)

 

 

HYDRO-CORTISON = DIE GEFAHREN-DROGE
CORTISOL = Hemmt Entzündungen und fördert die Blutgerinnung.


Cortisol ist das wichtigste Nebennieren-Hormon, das mit 70 % an der gesamten Hormonproduktion der Nebennierenrinde beteiligt ist. Es wirkt 3-4mal stärker als Cortison, fördert die Kohlenhydratbildung aus Eiweiß, erhält die Depots an Glykogen in der Leber, erhöht den Blutzuckerspiegel und hemmt Entzündungsprozesse. Eine Überproduktion führt zur Cushingschen-Krankheit.


Cortison ist ein Abbauprodukt des Cortisols. Es kommt im menschlichen Körper nur vorübergehend vor, wird rasch in Cortisol zurückverwandelt. Synthetisch hergestelltes Cortison und seine Abkömmlinge werden hauptsächlich bei Unterfunktion der Nebennierenrinde, Entzündungen, rheumatischen Erkrankungen und Allergien gegeben. Wird medizinisch mit Zurückhaltung eingesetzt wegen Nebenwirkungen. (Lex S. 1465)

 


SEROTONIN = Steckt in Schokolade und macht happy.


Dieser Neurotransmitter bringt innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Hat man nicht genug Serotonin im Körper, führt das zu Schlafstörungen. Es fehlt einem der richtige Drive, man rutscht in eine "Ihr-könnt-mich-alle-mal-Stimmung". Ausgelöst wird ein Serotonin-Defizit durch längere seelische Belastungen. Das wirkungsvollste Gegenmittel, um aus der Talsohle herauszukommen, ist autogenes Training oder Yoga. Einen schnellen Gute-Laune-Schub bekommt man, wenn man, wie beim Spitzensportlern häufig zu sehen, eine Banane oder Schokolade isst. Beide enthalten Vorstufen von Serotonin, was der Körper leicht umsetzen kann.


Einige ganz bestimmte Halluzinogene haben eine ähnliche chemische Struktur wie Serotonin (z.B. THC-LSD-MESCALIN).

 

Es ist bekannt, dass Schokolade unter anderem Phenyl-Ethyl-Amin (PEA) enthält. Diese Substanz stimuliert die körpereigene Produktion von morphiumähnlichen Molekülen und wirkt offenbar beruhigend und antidepressiv. Man spricht deshalb gelegentlich von Schokoladesucht.

Auf der anderen Seite wurde auch festgestellt, dass Phenyl-Ethyl-Amin, zusammen mit einem anderen Bestandteil der Schokolade, dem Tyramin, bei empfindlichen Menschen Migräneanfälle auslösen kann. (OPTIMA Nr. 232 vom Mai 93/Nr. 5, Seite 6) 
Schokolade wird aus Kakaopulver, Kakaobutter, Zucker und Gewürzen hergestellt. Der Coffeingehalt von Kakao ist sehr gering (0,05 - 0,23 %). Wichtiger sind die 1,5 bis 2,0 % Theobromin.


Fachliche Umschreibung von Serotonin:
(Drogen von A-Z/Arman Sahihi)
5-Hydroxytryptamin 5HT ist ein Neurotransmitter, d.h. eine Mediatorsubstanz, die als "chemischer Botengänger" Impulse im ZNS (Zentralen Nervensystem) überträgt; doch auch im Falle der Peristaltik (Magen-Darm-Funktionen)-Anregung, der Vasodilatation bzw. -konstriktion (Blutgefäß-Erweiterung/Verengung) und der Muskeltonus-Steigerung (Magennerv/-Muskel zusammenziehen).

 

 

Serotonin wird von der Wissenschaft als eine der körpereigenen Drogen beschrieben; die eine große chemische Ähnlichkeit hat zu denen von LSD, THC, Psilocibin, Meskalin und Bufotanin. Jede Rauschwirkung ist unter anderem auf eine Beeinflussung, Vermehrung, Verringerung, Blockierung etc. der Serotonin-Produktion zurückzuführen. Bei der Suchtbildung ist das Ausbleiben, beim erfolgreichen Entzug die Wiederaufnahme der Serotonin-Produktion von wesentlicher Bedeutung.

 

Der Wirkstoff von Cannabis, THC wirkt in erster Linie auf das Serotonin im Körper. Bei niedrigen Cannabis-Dosen steigt der Serotoninspiegel zunächst massiv an. Nervöse Vorgänge werden verlangsamt. Daher schneiden die Konsumenten in psychologischen Leistungstests schlechter ab. Gleichzeitig nimmt die Bewusstseinshelligkeit gegenüber äußeren Reizen ab. Auge und Ohr können sich nicht mehr so exakt orientieren. Die Assoziationsgeschwindigkeit ist gestört, das Sprechen verlangsamt und wird ebenfalls weniger exakt. Das Hungerzentrum und das Zeitgefühl werden beeinträchtigt. Das Serotonin ruft auch die typischen "Kaninchen-Augen" des Cannabis-Konsumenten hervor. Serotonin verengt auch die Blutgefäße der Gliedmaßen. Daher die typischen kalten Hände und Füße des Haschischrauchers. (Handbuch der Rauschdrogen S. 94-103)

 


DOPAMIN = Bringt uns in einen kreativen Rausch.


Hattest du heute besonders gute Ideen? Oder fiel dir endlich für ein schwieriges Problem die ideale Lösung ein? Wenn Ja, dann hat deine Dopamin-Produktion glänzend funktioniert.


Und das wiederum liegt daran, dass du deinen Gedanken und Gefühlen freien Lauf gelassen hast. So nämlich wird im Gehirn dieser Botenstoff mobilisiert. Bei manchen Menschen ist die Konzentration von Dopamin zeitweise sogar extrem hoch. Sie werden von ihren Empfindungen geradezu überrollt, ihre Wahrnehmung ist bis an die Schmerzgrenze geschärft. Das wirkt sich auch auf den Körper aus.

 

Schnelle, präzise Handgriffe, schwungvolle Bewegungen, alles geht fast von selbst. Hochbegabte kreative Menschen sind also häufig unbewusst dopamingedopt, wenn sie wie im Rausch schreiben, malen oder komponieren.

 

Ein Weg, die Dopamin-Produktion im Körper anzukurbeln: Sich ganz bewusst Tagträume ausmalen. Beim Mensch blockiert Kokain die Aufnahme des Neurotransmitters Dopamin; dieser zufallsbedingte Effekt ist für die euphorisierende Wirkung des Alkaloids verantwortlich.


Häufiger Kokaingebrauch bzw. Missbrauch führt dazu, dass Dopamin, zuständig für die Regulierung von Lust-und Euphorie-Gefühlen, in seiner Wirkungsdauer- und Intensität unnatürlich verstärkt wird. Indem der Abbau der Dopamin-Moleküle erheblich verlangsamt wird, kommt es zu den beschriebenen Rauschwirkungen.


Jedoch: Die Dopaminproduktion des Körpers wird immer mehr gedrosselt. Die Produktion der Norepinephrine wird gestört. Das Rauschgift Meskalin ist fast identisch mit dem Transmitter Dopamin. (Biologie Schrödel S. 298)


Mit der Verlangsamung und Blockierung der natürlichen Versorgung des Körpers mit Endorphinen und Dopaminen wird die Fähigkeit des Individuums, den täglichen Kampf des Alltages durchzustehen, dramatisch gemindert. Der sich selbst regulierende Mechanismus des Organismus liegt vorerst brach. Die Fähigkeit, Freude, Bewegung und Genuss zu empfinden, ist "tiefgefroren". Depression und Sorge prägen des Denken und Fühlen des Suchtkranken. 

 
Ein Mangel an Dopamin liegt bei der Parkinsonschen Krankheit vor (Paralysis agitans). Bei der Schizophrenie dagegen wird eine vermehrte Dopaminfreisetzung in bestimmten Hirnarealen (Limbisches System) diskutiert. (Taschenlex/K. Brand.)


Biologische Ursache für die Schizophrenie


Die Schizophrenie gehört zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Ihre Ursache ist bis anhin jedoch nicht geklärt. Ein Forscherteam aus Toronto hat das Gehirn von 30 verstorbenen Schizophrenie-Patienten untersucht und eine interessante Entdeckung gemacht: Die Zahl der Dopamin-Rezeptoren an der Oberfläche von Hirnzellen ist bei schizophrenen Personen sechsmal höher als in Hirnzellen von gesunden Personen. Dopamin ist ein Hormon, das bei der Reizübertragung im Nervensystem eine wichtige Rolle spielt. Die Entdeckung der Forscher könnte ein erster Schritt in Richtung einer ursächlichen Behandlung der Schizophrenie sein. (Optima 1994)

 

 

Der Zug an der "Zigi" - "Alles in Butter"

 

Los Angeles: Eine Zigarette macht alles wieder gut! Nikotin, so erklärt US-Psychiater Alexander Glassman, sorgt dafür, dass das vom menschlichen Körper produzierte "DOPAMIN" im Gehirn des Menschen Wohlgefühle auslöst. Darum falle es depressiven Personen schwer, auf Zigaretten zu verzichten. Sie fürchten, in das Seelentief zurückzufallen (Ausschnitt Blick Dez 93). Nikotin zerstört die Acetylcholin-Rezeptoren (Praxisbericht SFA 1/94).

 

 

ENDORPHINE = Stillen den Schmerz und machen high.


Die Super-Droge schlechthin. Wenn eine Läuferin trotz einer Muskelzerrung triumphierend ihr Ziel erreicht, dann lag's an den Endorphinen, die vom Körper selbst produziert werden. Ganz legal sozusagen. Sie wirken ähnlich wie Opium und Heroin, dämpfen den Schmerz und heben die Stimmung. Endorphine werden nicht nur im Gehirn produziert, sondern auch im Blutkreislauf, im Rückenmark, in der Gebärmutter. Was erklärt, warum die Schmerzen bei der Geburt überhaupt auszuhalten sind und ein Dammschnitt ohne Narkose möglich ist. Endorphine werden vor allem durch Bewegung freigesetzt. Die lustvollste Art, die Stimmungsmacher anzuregen, ist natürlich der Sex. Aber auch Sport eignet sich: Wer joggt, hat's vielleicht schon erlebt. Drei Kilometer genügen, und ein Hochgefühl, das berühmte "Jogger-high" stellt sich ein. Wer jedoch zu oft und intensiv trainiert, läuft im wahrsten Sinn des Wortes Gefahr, süchtig danach zu werden. Vor diesem Problem musste auch bislang die Pharma-Forschung kapitulieren. Die künstlich hergestellten Endorphine machen noch immer genauso abhängig wie Morphium, Opium oder Heroin. Daher sind die Präparate für den Markt nicht zugelassen. (Rauschdrogen S. 637)  

 

Endorphine sind endogene Peptide (Molekülen aus mehreren Aminosäuren) die im Körper ähnlich wie die exogen verabreichten Morphine, die Schmerzempfindung und damit eine Schmerzunempfindlichkeit auslösen (Analgesie). Man vermutet, dass es für die Endorphine (endogene Morphine) in schmerzleitenden Nerven spezifische Rezeptoren gibt, an die sich auch die exogenen Morphinderivate binden und eine Schmerzausbreitung verhindern. Ähnliche Wirkungen wie die Endorphine haben auch die aus fünf Aminosäuren bestehenden ENKEPHALINE. Außer ihrer analgetischen Wirkung beeinflussen die Endorphine die Regulation der Körpertemperatur, die Steuerung von Antrieb und Verhalten und wirken hemmend auf die Darmmotilität (Bewegungsfähigkeit des Darmes). Ein Zusammenhang wird mit dem Prämenstruellen-Syndrom (PMS) vermutet, durch den Rückgang der Endorphine während des Eisprungs.


Beim Heilfasten können Endorphine im Gehirn freigesetzt werden. Das sind chemische Substanzen, die unser Wohlgefühl steigern. (Fasten Experte Dr. Michael Wiedemann)


Zärtlichkeit macht größer.
Die Art, wie man ein Kind berührt, während man es pflegt, es badet mit ihm spricht oder ihm ein Schlaflied singt, beeinflusst die Tätigkeit seiner Neurohormone. Ein Baby, das gestreichelt wird, produziert mehr Endorphine. Diese Molekülen des Wohlbefindens, eine Art natürliches Morphium, wirken beruhigend. Ein von Zärtlichkeit umgebenes Baby wächst schneller und besser, da sein Körper mehr Wachstumshormone ausschüttet. (Optima 1994)

 

 

Übrigens: Messungen haben ergeben, dass auch beim Lachen und Flirten Endorphine freigesetzt werden. 

 

 

ACETYLCHOLIN = Ist die Droge für Logik und Intelligenz.


Dass unser Gedächtnis funktioniert, dass wir logisch denken und Dinge kritisch beurteilen können, dafür ist Acetylcholin verantwortlich. Der Stoff aus dem Großhirn wirkt außerdem beruhigend auf den Körper. Man kennt es: Wer konzentriert nachdenken will, setzt sich meistens ruhig irgendwo hin. Nikotin hat übrigens eine ähnliche Wirkung wie das körpereigene Acetylcholin. Die Zigarette regt den Raucher an, die Arbeit geht wieder lockerer von der Hand. Eine gesündere Möglichkeit, den Intelligenz-Stoff zu aktivieren: Etwas Neues lernen, Kreuzworträtsel machen, Gedächtnis-Übungen.


Alles, was die Trägheit fördert, z.B. lange fernsehen, reduziert die Ausschüttung von Acetylcholin. Nicht ungefährlich, weil dieser Botenstoff auch für jede Muskelbewegung zuständig ist und Herzschlag und Lungen reguliert. Nikotin-Tatort im Gehirn sind die Acetylcholin-Rezeptoren, auch Nikotin Rezeptoren genannt. Nikotin zerstört die Acetylcholin-Rezeptoren (Praxisbericht SFA 1/94).
Ein  Mangel an Acetylcholin macht vergesslich, fahrig und unkonzentriert. Der absolute Extremfall ist die Alzheimer Krankheit. Sie äußert sich in Verwirrung, manche daran Erkrankten erkennen die engsten Verwandten nicht wieder. Eine wirksame Therapie gibt's noch nicht, obwohl Acetylcholin künstlich hergestellt werden kann. Es wird aber im Körper sofort wieder zerstört. Acetylcholin ist ein Gewebshormon, und ist am Mechanismus der Erregungsübertragung beteiligt, erweitert zusätzlich die peripheren Blutgefäße, verlangsamt dadurch den Herzschlag und beschleunigt die Darmbewegung. (Knaur Band 1)

 

 

ENDOVALIUM = Entspannt und nimmt uns die Angst.


Wirkt genau so, wie der Tranquilizer Valium: Beruhigend, angstlösend.


Produziert wird diese natürliche Stressbremse bei Dauerbelastungen, Ärger im Job, Problemen in der Partnerschaft.


Warum körpereigenes Valium im Gegensatz zur Beruhigungspille niemals süchtig macht?

Weil der Stoff nur bei Bedarf zu den Nervenzellen flutet und sofort wieder abgebaut wird.

 

Die Tabletten dagegen verlieren ihre Wirkung erst in zwanzig bis vierzig Stunden. Du sehnst dich in kritischen Momenten nach einem Endovalium-Push?
Imagination heißt das Zauberwort. Man lässt heikle Situationen an sich vorüberziehen. Wenn du zum Beispiel Angst vor einem Bewerbungsgespräch hast, inszenierst du den Ernstfall vorher in Gedanken. Und zwar so, wie es deiner Meinung nach am besten ablaufen sollte.

 


MELATONIN = Schickt unsere Seele in den Urlaub.


Sich entspannen, sich ausruhen und herrlich schlafen. Der Schlummerstoff Melatonin macht's möglich. Wenn du dich jedoch manchmal schlaff, träge und lustlos fühlst, hast du vielleicht eine Überdosis Melatonin abbekommen. Das beste Rezept: Ab in die Sonne! Denn sie dämpft die Melatonin-Bildung. Und du bist schnell wieder gut drauf. Kein Wunder, dass man schon bei den ersten Sonnenstrahlen förmlich auflebt. Das sehr wichtige Hormon Melatonin wird von der Epiphyse (Zirbeldrüse) produziert und reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus im menschlichen Körper. Die Synthese ist lichtabhängig. Lichteinfall auf die Retina (Netzhaut des Auges) führt über den Nervus opticus zur Hemmung des entsprechenden Sympathikus-Neurons, wodurch auch die Melatoninsynthese gehemmt wird. Die Zirbeldrüse ist somit eine Umschaltstelle von lichtgesteuerter nervaler Aktivität in hormonelle Signale (Photosynthese bei Pflanzen). Melatonin ist unter anderem zuständig für den BIO-RHYTHMUS.

 

 

PSYCHODELIKA = Liefern uns Glücksgefühle bis zur Euphorie.


Mitte der sechziger Jahre, war es für die Flower-Power-Generation die Kultdroge: LSD sollte der Bewusstseins-Erweiterung dienen, Einblick in die verborgene innere Welten gewähren. Mittlerweile wissen die Forscher, dass unser Gehirn Marihuana-und LSD-ähnliche Moleküle produziert. Die Psychodelika unter den Botenstoffen sorgen tatsächlich für Optimismus und euphorische Glücksgefühle. Ähnliche Wirkungsweisen, allerdings ungefährlicher als beim LSD, lassen sich durch kontrolliertes Heilfasten erreichen. Nach einer Woche fühlt man sich nicht nur leichter, sondern oft sogar richtig high (siehe auch Anandamine).


So einen ähnlichen Höhenflug erhoffen sich auch die Fans von psychodelischen Musik-Sphärenklängen, die wieder stark im Kommen sind, z.B. Tangerine Dream, Techno-Partys, Jefferson Airplane.

 

 

OXYTOCIN = Macht sexy und anlehnungsbedürftig.

 

Das Sexualhormon unter den Botenstoffen war bis vor wenigen Jahren nur als Auslöser von Geburtswehen bekannt. Und man wusste, dass Oxytocin nach der Entbindung die Milchproduktion ankurbelt. Oxytocin ist ein Hormon der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) und steuert die Uteruskontraktion. 

 

 

Biologische Wirkungen: Oxytocin wird durch den Saugreiz an der Brustwarze aus dem Hypophysenhinterlappen freigesetzt. Es bewirkt eine Kontraktion von muskulären Zellen, welche die Alveolen (Lungenbläschen) und kleinen Milchgänge in der Brustdrüse umgeben. Dadurch kommt es zum Milcheinschuss in die Milchgänge. Unter Wirkung von Prolaktin erfolgt dann die Milchsekretion. Oxytocin löst außerdem eine sehr starke Kontraktion der Uterusmuskulatur (Gebärmutter) aus, weshalb es beim Geburtsvorgang als Wehenmittel therapeutisch verwendet wird. Inzwischen hat man eine Wirkung entdeckt, die viele besonders interessieren wird:


Der Stoff ist das reine Aphrodisiakum!
Beim Orgasmus wird jede Menge Oxytocin freigesetzt. Daher kommt die wohlige, kuschelige Stimmungn danach. Streicheln und Massieren kann die Oxytocin-Produktion ankurbeln (enthält PEA=Phenyl-Ethyl-Amin).


Da gibt's nur eins: "Verführen und sich verführen lassen." (Friedel Jünemann)

 

 

GLUTAMAT = Vermindert die Lust auf Alkohol

GABA = Verlängert die Abstinenzdauer


Acamprosat, die neue Hoffnung für Alkoholabhängige.


Die genauen Wirkmechanismen von Acamprosat sind noch ungenügend erforscht. Dies überrascht kaum, denn erst seit Beginn der 90er Jahre ist überhaupt bekannt, dass Alkohol vor allem auf zwei bestimmte Botenstoffe einwirkt, die zwischen den Nervenzellen Informationen weiterleiten:


Das aktivierende GLUTAMAT
Das hemmende GABA (Gamma-Aminobuttersäure)


Der Alkohol hemmt nach den ersten Gläsern das für die Erregungsweiterleitung verantwortliche Glutamat und fördert gleichzeitig die erregungsdämpfende Wirkung der Gamma-Aminobuttersäure (GABA).
Ein Zustand entspannter Euphorie ist die Folge. Bei chronischem Alkoholkonsum entsteht ein immer stärkeres Ungleichgewicht zwischen diesen beiden Botenstoffen, das der Körper durch Gegensteuerung auszugleichen versucht:

 

Die Aktivität von GABA wird reduziert und diejenige von Glutamat verstärkt.
Wenn der Alkoholabhängige nun plötzlich aufhört zu trinken, führt dies zu einer Überaktivität des Nervensystems, und die typischen Entzugserscheinungen stellen sich ein: Zittern, Schweißausbrüche und nervöse Reizbarkeit. Gleichzeitig wächst das Verlangen nach Alkoholnachschub. Und genau hier setzt vermutlich die hemmende Wirkung von Acamprosat ein. Indem es in den Gehirnzellen die Andockstellen für das aktivierende Glutamat blockiert, stellt es das verlorene Gleichgewicht zwischen den beiden Botenstoffen wieder her und vermindert den Anreiz zu trinken. Das Verlangen nach Alkohol wird kleiner und führt dazu, dass es dem Alkoholabhängigen leichter fällt, über eine längere Dauer abstinent zu bleiben.

 

(Auszug aus: Standpunkte Nr. 1/96/SFA vom 23.2.1996)

Dies erklärt auch die Wirkungsweise von GHB, Partydroge, die tödlich wirken kann. (Gamma-Hydroxy-Buttersäure)

 

Quelle: www.samariter-solothurn.ch

 

 

 

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